Integration

Kleine Zeitung – 25.01.2020: „Wir werden nicht stumm zuschauen, während unsere Religionsfreiheit stetig eingeschränkt wird.“

Zeitungsartikel vom 25. Jänner 2020 der Kleinen Zeitung zum Thema Moschee

Mahdi Mekic, Obmann der großen Grazer Moscheegemeinde, wehrt sich gegen Salafismus-Vorwürfe. Der Diskussionsabend in der Moschee bringt viele Antworten, aber nur wenig Transparenz in der Frage der Finanzierung.

Artikel: Von Gerald Winter-Pölsler – Kleine Zeitung (25.01.2020)

„Es reicht“, sagt Mahdi Mekic. Der Obmann der großen Moscheegemeinde hat gestern zu einem Informations- und Diskussionsabend in die Moschee in die Laubgasse geladen, um sich gegen Salafismus-Vorwürfe zu wehren und „Klartext zu sprechen“.

Der ehemalige Dschihadist Irfan Peci hatte ja schwere Anschuldigungen gegen die Moschee veröffentlicht: Mehrere radikale Prediger seien dort zu Gast gewesen, auch die Finanzierung für den Bau der Moschee aus dem Ausland sei zu hinterfragen. Eine Einschätzung, die auch in Polizeikreisen geteilt wird.

Grazer Moschee-Obmann versucht, Salafismus-Vorwürfe auszuräumen

Das war die Ausgangslage für die Diskussion Freitagabend. „Wir müssen uns diesen Fragen und Vorwürfen offen stellen, weil sie ja immer wieder kommen“, so Mekic. Und auch, weil die Moscheegemeinde beziehungsweise „unsere Kooperationspartner“ unter Druck kommen, wie Mekic erzählt. Einladungen seien wieder zurückgenommen worden, Vertreter der Gemeinde müssten sich zunehmend rechtfertigen. Deshalb wolle er erklären, wofür die bosnische Moschee in Graz steht – und wofür nicht. Mekic: „Wir werden nicht stumm zuschauen, während unsere Religionsfreiheit stetig eingeschränkt wird.“

Also „Klartext“: „Staatsfeindliche Haltungen haben bei uns keinen Platz“, sagt Mekic. Gewaltaufrufe, Hass und Hetze ebenso nicht. Stattdessen werde die freie Meinungsäußerung, Integration, der respektvolle Umgang, die Selbstbestimmung und Solidarität gefördert. „Wir lieben und schätzen unser Österreich, wie es ist“, so Mekic.

Kleine Gegendemo vor der Moschee

In der anschließenden Diskussion meldeten sich auch junge Männer einer rechten Gruppe zu Wort, die zuvor eine kleine Gegendemo vor der Moschee veranstaltet hatten. Warum in der Moschee Platz für radikale Prediger sei? Mekic Antwort fiel eher allgemein aus: „Wir laden niemanden ein, der gegen unsere Grundsätze verstößt.“

Wenn Eltern ein kleines Mädchen mit Kopftuch zur Moschee bringen und jemand will das verbieten, sind wir mit der Familie solidarisch. (Mahdi Mekic)

Davor schon versuchte Mekic klarzumachen, dass religiöser Konservatismus nicht ein Problem, sondern Teil der Lösung sei. „Religiöser Konservatismus führt nicht zur Radikalisierung und Gewaltbereitschaft. Kinder aus religiösen Familien sind sehr gut gegen Radikalismus gewappnet.“ Daher gäbe es keinen Grund, sich zu fürchten, wenn Kinder zum Koranunterricht kommen.

Warum tragen viele kleine Mädchen Kopftuch?

Apropos Kinder: Auch die Tatsache, dass in der Moschee viele kleine Mädchen ein Kopftuch tragen, wird thematisiert. Mekic kontert da mit dem Hinweis auf „freier Religionsausübung“. Kein Mädchen müsse ein Kopftuch tragen, „aber wenn Eltern ein kleines Mädchen mit Kopftuch zur Moschee bringen und jemand will das verbieten, sind wir mit der Familie solidarisch“.

Und überhaupt: Wer definiert, wo die Grenze zwischen konservativ und liberal verlaufe? „Wir haben kein Problem, wenn muslimische Feministinnen ihre Meinung bei uns vertreten; aber auch nicht, wenn religiös Konservative es tun.“

Die Frage der Finanzierung der Moschee bleibt weiter offen

Auch die Frage, wie sich die Moschee finanziert, wurde gestellt, weil es immer wieder Großspenden aus dem arabischen Raum gibt. Die Antwort brachte nur bedingt Transparenz. Wichtig für Mekic: „Den laufenden Betrieb trägt zu hundert Prozent die Gemeinde selbst.“ Spenden aus dem Ausland kommen nur für den Bau der Moschee selbst. „Die größte Spende beträgt nur vier Prozent der gesamten Baukosten“, versuchte er das Thema zu relativieren. Wer die Großspender sind, ist aber weiter offen.

Unterm Strich verlief der Abend trotz kritischer Fragen konstruktiv. Überwogen haben ohnehin solidarische Wortmeldungen. Am meisten Applaus bekam eine junge Frau mit Kopftuch, die in der Moscheegemeinde aufgewachsen ist. „Ich bin Sozialpädagogin, Mutter zweier Kinder, Feministin und, ja, Patriotin. Vielleicht sogar mehr als jene, die sich das immer groß auf ihre Fahnen schreiben.“

Interview Kleine Zeitung – 31.05.2018

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Interview unseres Obmanns Mag. Mekic in der Kleinen Zeitung vom 31.05.2018

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Das Interview musste, wie üblich auf Grund von begrenztem Platz gekürzt werden, deshalb präsentieren wir euch hier das ganze Interview!

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Herr Mekic, gleich zu Beginn: Können Sie uns mittlerweile sagen, wer hinter der Großspende von 270.000 Euro für den Weiterbau an der Moschee steht? Politisch wurde die Forderung nach einer Offenlegung bereits laut.

Bis vor Kurzem war im Außenbereich unserer Moschee eine Spendertafel aufgehängt. Jeder, der mehr als EUR 500 (fünfhundert Euro) gespendet hat, war mit Vor- und Nachname sowie der Höhe des gespendeten Beitrags aufgelistet. Also, Offenlegung und komplette Transparenz war unsere Norm von Anfang an, bevor jemand von außen das von uns fordern musste. Die neue EU Datenschutz-Grundverordnung erlaubt uns aber jetzt nicht mehr diese Vorgehensweise. Was wichtig ist: 270 tausend Euro repräsentieren ca. 1,5% der gesamten Kosten unseres Projekts. Wenn das der Politik Sorgen macht, wissen sie wo wir zu finden sind. Diese Fragen musste man uns nicht über die Medien stellen.

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Es interessiert ja nicht nur die Politik, sondern viele Bürger. Wollen Sie zumindest sagen, woher der Großspender kommt?

Sie ist bedingungslos und das ist das Wichtigste. Wie alle anderen unserer Spenden, sie kommt von einem Spender, der unseren Weltblick teilt und an die Idee unseres Projekt glaubt.

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„Finanzierung von außen ist nie neutral“, hat Ednan Aslan einmal über die erste Großspende für Ihre Moschee gesagt. Warum nehmen Sie überhaupt Geld aus dem Ausland für den Moscheenbau an?

Die Aussagen von Herrn Aslan habe ich schon damals in einem Leserbrief bei der Kleine Zeitung kommentiert: Jeder der unseren Weltblick teilt – gegenseitige Wertschätzung und Respekt, Verurteilung von Gewalt und von Aufdrängen des eigenen Glaubens und Lebensstils an den anderen, und Einhaltung der Gesetze des Landes in den man lebt – ist willkommen, uns zu unterstützen und gemeinsam mit uns dieses Vorhaben – den Bau eines Gemeindezentrums, welches vor allem als Forum für Austausch, Kennenlernen und Abbau von Vorurteilen dient – zu fördern, unabhängig davon, ob er oder sie ein Mitglied unserer Gemeinde ist, Cowboyhut trägt, oder sich gerne mit seinem Kamel in der Wüste am Wochenende entspannt.  

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Ist der Plan, einen Kindergarten und ein Veranstaltungszentrum zu bauen, weiter aufrecht? Und mit welchem Geld soll das finanziert werden?

Es gab niemals in unserem Gremium einen Plan eine „islamische“ oder „nur vor Muslime gedachte“ Bildungseinrichtung, welcher Art auch immer, in unserem Gemeindezentrum zu beheimaten. Abtrennung haben wir genug in unserer Gesellschaft. Alles was schon gebaut wurde und was noch geplant ist wird unseren klar definierten Zwecken dienen und zwar: die Förderung des offenen interkulturellen und interreligiösen Dialoges, insbesondere zum Abbau von Vorurteilen und zur Erzielung eines konstruktiven und wertschätzenden Zusammenlebens; die Förderung der Integration von nicht aus Österreich stammenden Musliminnen und Muslimen in die österreichische Gesellschaft; und die Förderung der aktiven Partizipation von muslimischen Bürgerinnen und Bürgern in Österreich an allen gesellschaftlichen Prozessen. All das finanzieren wir von Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Mieterlöse.

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Aktuell werden Sie als Gemeindevorstand von mehreren Seiten kritisiert: Für die einen sind Sie ein trojanisches Pferd, weil sie in der Öffentlichkeit liberal erscheinen, in Wahrheit aber für einen Islam konservativer Prägung stünden. Für manche in Ihrer eigenen Gemeinde gelten Sie wiederum als zu wenig konservativ. Was stimmt nun? Wie sehen Sie sich selber?

Wenn man sich bereit stellt an der Spitze einer großen muslimischen Gemeinde in Europa des 21. Jahrhunderts zu stehen, und den Bau eines großen Moscheeprojektes voran zu treiben, dann muss man damit rechnen, im Mittelpunkt zahlreicher Kritik zu stehen. Das war mir von Anfang meiner Amtsperiode bewusst. Also die Kritik ist für mich nichts Neues oder Unerwartetes.

In diesen zehn Jahren, während ich Vorstandsvorsitzende bin, wurde mir vieles Vorgeworfen: auf der einen Seite ein ultrakonservativer Wahhabit zu sein, und auf der anderen ein von den USA abgesandter und von der CIA ausgebildeter Agent, der unsere Gemeinde zerreißen will, zu sein. Also wenig kann mich noch diesbezüglich überraschen.

Aber es sind die Fakten und die Taten die zählen: unter meiner Führung hat sich meine Gemeinde stark nach Außen geöffnet, unser Bildungsangebot hat sich für alle Generationen und in verschiedensten Bereichen / Fächern deutlich erweitert, zwei Imame die mit ganz gemäßigten Islamverständnis geprägt sind und die deutsche Sprache perfekt beherrschen haben wir engagiert, und die Rolle der Frauen in der Gemeinde haben wir enorm gestärkt. Ob all das jemanden zu liberal oder zu konservativ ist muss jeder für sich selbst entscheiden.

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Am Samstag findet die außerordentliche Generalversammlung statt, bei der die neue Struktur der Gemeinde beschlossen werden soll. Was konkret ändert sich?

Der Gesetzgeber war mit dem Islamgesetz 2015 großzügig und hat den muslimischen Gemeinden mehrere Optionen für neue Aufstellung angeboten. Wir haben uns damals „auf die Schnelle“ entschieden eine eigenständige Moscheegemeinde zu sein, die sich an die Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) direkt bindet. In der Zwischenzeit haben wir uns entschlossen, als eine Moscheeeinrichung einer der Kultusgemeinden der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich zukünftig tätig zu sein. Die Generalversammlung am Samstag sollte das auch formell bestätigen.

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Im Rathaus schütteln selbst Befürworter den Kopf darüber, dass mit der neuen Lösung nun auch die Islamische Glaubensgemeinschaft in Bosnien ein Mitsprachrecht in der Moscheengemeinde hat. Wie können Sie sicher stellen, dass auf diese Weise der in Bosnien durchaus starke Wahhabismus nicht nach Graz übergreift?

Ein starker Wahhabismus ist mir in Bosnien nicht bekannt, vor allem nicht im Verbindung mit der dortigen Islamischen Glaubensgemeinschaft. Wenn aber von irgendeiner inländischen oder ausländischen Stelle, irgendein Islamverständnis versucht in unsere Reihen zu kommen, der Intoleranz, Gewalttätigkeit, Frauenfeindlichkeit, Verfassungswidrigkeit oder ähnliches aufweist, wird man in unserer Gemeinde – so lang ich an der Spitze bin – mit absolut allen zur Verfügung stehenden Mitteln entgegenwirken.

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Mit dem Leiter der Internationalen Beziehungen ist einer Ihrer engsten Mitarbeiter in der Kritik. Der Verfassungsschutz wirft ihm enge Kontakte mit Wahhabisten vor, er selbst soll im extrem konservativen Saudi Arabien studiert haben. Warum ist so jemand in Ihrer Moschee tätig?

Sobald sie bei uns engagiert wurden, habe ich persönlich beide unserer Imame, auf eigene Initiative und ohne dass jemand das von mir verlangt hat, dem Verfassungsschutz in einem persönlichen Gespräche vorgestellt.

Als ich über diese neuen Vorwürfe in Ihrer Zeitung vor ein paar Tagen gelesen habe, habe ich sofort wieder mit dem Verfassungsschutz Kontakt aufgenommen und ihnen angeboten in vollem Umfang bei ihren Ermittlungen sie zu unterstützen.

Ich verstehen nicht warum ich von den Sorgen des Verfassungsschutzes von Journalisten herausfinden muss. Auch sie wissen wo wir zu finden sind und wissen sehr wohl das wir ganz transparent und offen ihnen gegenüber stehen, nicht zuletzt weil ich mich auch persönlich vor 10 Jahren, gleich als ich als Obmann gewählt wurde, gemeinsam mit meinen Kollegen uns vorgestellt haben, unsere Vorhaben mit dem Moscheebau präsentiert haben, und unsere volle Transparenz angekündigt haben.

Unsere beiden in der Gemeinde engagierten Geistlichen sind in einer interkulturellen und interreligösen Umgebung aufgewachsen, sind von europäischen Werten geprägt, haben ein gemäßigtes Islamverständnis und weisen eine breite Ausbildung – vom Westen sowie vom Osten – auf. Ich bin sehr stolz, dass wir sie beide als Schlüsselkräfte für Graz und für unsere Gemeinde gewinnen konnten. Sie haben sich unglaublich schnell bei uns eingewöhnt, sind schon in der Gemeinde – wie kein anderer Vorgänger – beliebt, und wurden von uns intern als auch extern als zwei sehr sympathische, engagierte und weltoffene Menschen akzeptiert.

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Das Vermögen der Moscheengemeinde, vor allem aber die Moschee selbst, liegt in der Stiftung Frieden, der Sie ebenfalls vorstehen. Ihnen wird vorgeworfen, diese Konstruktion gewählt zu haben, um Ihre Macht abzusichern. Warum konkret wurde die Stiftung gegründet? Es gibt den Vorwurf, sie diene vor allem dazu, das Islamgesetz zu umgehen.

Das Islamgesetz kann man nicht umgehen, wenn man als eine funktionierende muslimische Gemeinde in allen religiösen Bereichen tätig sein möchte, und das tuen wir. Wir sind also heute, waren bis jetzt, und werden zukünftig islamgesetzkonform sein. Die derzeitige Moschee (Gebetshaus) mit ihren 600 m2 Nutzfläche stellt aber nur ca. 1/10 (ein Zehntel) des gesamten zukünftigen Gemeindezentrums.

Unsere Stiftung dient, wie andere Stiftungen auch, zur langfristigen Absicherung unseres gesamten Vermögens. Sie ist auch da, um sicher zu stellen, dass unsere Gemeinde in allen unseren Angelegenheiten finanziell unabhängig bleibt. Wir möchten nicht betteln müssen, um unsere Aktivitäten durchführen zu können, oder, dass wir die Wahl unseres Programms von jemand anderen vorgeschrieben bekommen.

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Im 28-köpfigen Stiftungsrat sitzen viele Leute, die als Mekic-nah gelten. Wird der Rat neu besetzt, damit sich alle in der Gemeinde vertreten fühlen?

Ich bin der Vorsitzende der Gemeinde schon seit 10 Jahren. In dieser Zeit haben wir uns enorm und im positiven Sinn entwickelt. Natürlich stehen mir nicht viele, sondern die meisten Personen nah. Und natürlich sitzen sie im Stiftungsrat (sowie meine offenen Kritiker drinnen sitzen). Die Tatsache ist aber, dass wir auf Grund des enormen Vertrauens viele Mitglieder der Gemeinde nicht dazu bringen konnten dem Stiftungsrat beizutreten. „Alles läuft super und ich habe was Anderes zu tun“ – war meist zu hören. Die Auswirkungen, welche wir derzeit bezeugen, sind die, dass die Kritiker einfach am lautesten schreien während die große ruhige Mehrheit sich bemüht, etwas Positives in der Gemeinde zu bewirken und beizutragen.

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4. Open Air Iftar

Da wir uns in einer Zeit befinden, in der sehr viel über den Islam und über die Muslime gesprochen wird und sehr wenige Menschen die Möglichkeit haben sich mit Muslimen auszutauschen, organisieren wir ein gemeinsames interreligiöses Fastenbrechen am Gelände des Islamischen Kulturzentrums Graz für ALLE Menschen (egal welcher Konfession) damit wir unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und mehr übereinander erfahren.

Nicht übereinander reden, sondern miteinander!

Nach der Premiere am Grazer Färberplatz vor 3 Jahren, waren wir vor zwei Jahren am Grazer Hauptplatz. Somit findet unser Open-Air-Iftar heuer bereits zum 4. Mal in Folge statt.

Zu diesem Anlass laden wir ALLE Menschen, egal welcher Glaubensrichtung, zu einem gemeinsamen „symbolischen“ Fastenbrechen ein.

Kooperationspartner
Junge Generation Graz
Islamisches Kulturzentrum Graz
AAI – Afro-Asiatisches Institut Graz

Weitere Organisationen und Vereine folgen!

Wir freuen uns auf ein gemütliches Zusammensein, spannende Gespräche und neue Freundschaften die entstehen werden!

Was ist ein Iftar?
Vom 27.05.2017 bis 24.06.2017 findet für Muslime der Fastenmonat Ramadan statt. Im Ramadan verzichten Muslime zwischen Morgendämmerung und Sonnenuntergang (ca. 03:30h-ca. 20:55h) auf Essen und Trinken. Traditionell wird nach Sonnenuntergang mit Freunden und Familie das Fastenbrechen zelebriert. Man lädt ein oder wird eingeladen zum sogenannten Iftar-Mahl.

 

Frauen-Iftar

Das FRAUENREFERAT des Islamischen Kulturzentrums Graz lädt Sie ganz herzlich zum diesjährigen Frauen-Iftar ein, am Freitag 25.05.2018.

20:00 Uhr        Empfang

20:15 Uhr          Führung durch die Ausstellung „Die Muslimin: Gestern, Heute und Morgen“

20:44 Uhr         Abendgebet & Gemeinsames Abendessen/Iftar

Tag der offenen Moschee – Reden wir mit MuslimInnen, anstatt über sie

Liebe Gemeinde, liebe Freunde des Islamischen Kuturzentrums Graz,

Hinter uns liegt ein langer Wahlkampf, in dem gerade Migranten und Migrantinnen und insbesondere Muslime und Musliminnen ein sehr großes Thema waren. Leider wurde nicht sehr viel mit Muslimen und Musliminnen gesprochen, sondern über sie.
Die gute Nachricht vorweg:
Das kann man ändern. Und die beste Möglichkeit wäre es, den „Tag der offenen Moscheen“ zu nutzen und direkt in Kontakt und ins Gespräch mit den Muslimen und Musliminnen zu kommen.

Der Tag der offenen Moscheen ist ein von der IGGÖ (Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich) koordinierter, einzelner Veranstaltungstag der Moscheevereine mit dem Ziel nicht-muslimischen Interessierten, Nachbarn, Schulklassen etc. mit Moscheeführungen (Erklärung der religiösen Praktiken und der Örtlichkeit), Buchpräsentationen, Musikvorführungen, Begegnungsmöglichkeiten, wie z.B. orientalischen Speisen, Getränken und Informationsmaterial, die Möglichkeit zu geben, das muslimische Leben in Österreich sichtbar zu machen und näher zu bringen. Während des Tages der offenen Moschee führen MuslimInnen durch ihre Gemeinden, informieren über die Funktionen einer Moschee und geben einen Einblick in die Religion Islam und die Tätigkeiten der Gemeinden.

Der bundesweite Aktionstag ist eine Möglichkeit direkt aus erster Hand Informationen zu erhalten. Am Tag der offenen Moschee laden verschiedene und zahlreiche Gemeinden zum interreligiösen und interkulturuellen Dialog ein. Ziel ist es eine religions- und kulturübergreifende Verständigung, einen Wissensaustausch zu ermöglichen, das „Unbekannte, Fremde“ verständlich zu machen, Hemmschwellen, nachbarschaftliche Barrieren und Vorurteile abzubauen, aber auch die Neugier für eine andere religiöse Tradition und Kultur zu wecken.

Das Islamische Kulturzentrum Graz nimmt selbstverständlich, als Mitglied der IGGÖ und integraler Partner in Sachen interreligiöser Dialog in der Stadt Graz, am „Tag der offenen Moscheen“ teil. Die Hauptveranstaltung dieses Tages der offenen Moscheen findet stellvertretend für alle Moscheevereine bei uns in der Moschee in der Laubgasse 22.
Wir würden uns freuen, wenn auch dieses Jahr die Steirerinnen und Steirer und auch ganz besonders die Medien diese Möglichkeit so zahlreich nutzen würden, wie im letzten Jahr.

Wo: Islamisches Kulturzentrum Graz, Laubgasse 22, 8055 Graz
Wann: 21.10.2017 
Uhrzeit: 11:00 – 15:00 Uhr

Für weitere Rückfragen:
Fikret Fazlic, Imam und Leiter des Interreligiösen- & Interkulturellen Referates, fikret.fazlic@islamgraz.org

Der Friede sei mit Euch
Fikret Fazlic

Vortrag und Seminar zum Thema „Brennpunkt Islam“

Spannendes Seminar dieses Wochenende bei uns im Islamischen Kulturzentrum Graz mit Dr. Wolfgang Bauer….

Zur Person: Dr. Wolfgang Bauer promovierte an der Universität Wien in Islamwissenschaft (Arabistik). Er lehrt unterschiedliche islamisch-theologische Fächer am Institut für Islamische Religion (IRPA) an der KPH-Wien/Krems und am Institut für Islamische Theologie an der Universität Osnabrück. Er forscht mit Schwerpunkt in usul al-fiqh (Islamische Quellen- und Methodenlehre) und ist Autor mehrerer islamisch theologischer Schriften.

Stellungnahme zu den Äußerungen des Landeshauptmannes Hermann Schützenhofer beim Kongress „Österreich 22“

Kaiser Karl bei einer Inspektion des bosnisch-hercegovinischen Infanterie Regiments Nr. 2 (Südtirol, 1917)
Kaiser Karl bei einer Inspektion des bosnisch-hercegovinischen Infanterie Regiments Nr. 2 (Südtirol, 1917)

Die Republik, (in) die alle wollen (Kl. Zeitung, 21.10.2016)

„Schon von den 80.000 Flüchtlingen aus Bosnien, die die die Steiermark vor gut 20 Jahren aufnahm, könne man das nicht mehr sagen: „Eine Zahl, die ich gar nicht schätzen möchte, ist nicht integriert“, so der Politiker mit explizitem Hinweis auf die Amokfahrt in Graz durch einen Bosnier im Vorjahr.“

Wenn der Landeshauptmann beim Kongress „Österreich 22“ von der „Nicht“-Integration der Bosnier spricht und wenn er dabei tatsächlich – wie vom Autor der Artikel behauptet –  damit auf eine Straftat eines psychisch kranken Menschen hinweist, dann stellt dies eine furchtbare Entgleisung dar, die eine Volksgruppe öffentlich diffamiert und in Sippenhaft nimmt, für die Tat eines offensichtlich kranken Menschen, desen Herkunft mit seiner Taten nichts zu tun hat.

Die Bosnier sind seit Jahrhunderten integraler Bestandteil der gesamteuropäischen Bevölkerung und gerade die Bosnier und Österreicher verbindet eine ganz spezielle Verbundenheit und Historie, auf die wir alle stolz sein können. Die Bosnier waren es, die für ihre besondere Tapferkeit im Kampf für die österreichische Bevölkerung ausgezeichnet wurden und ihre Leben ließen. Jetzt den Bosniern „Integrationsunwilligkeit“ vorzuwerfen ist absurd.

Unsere Community besteht zum größten Teil aus Mitgliedern aus Bosnien (mehr als 4000 Menschen). Wir haben bereits mehrmals Herrn Landeshauptmann zu unseren Veranstaltungen eingeladen, jedoch durften wir ihn noch nie bei uns begrüßen im Gegensatz zu anderen hochrangigen Politikern, Diplomaten u.v.m, die stets unsere Integrationsarbeit gelobt haben.

Wir erneuern hiermit unsere Einladung, damit sich der Herr Landeshauptmann ein Bild machen kann, wer diese Menschen sind, die ein Projekt in Höhe von 10 Mio. Euro realisieren, damit sich nicht nur die Mitglieder der Community besser integrieren, sondern damit wir ein generell besseres Gesellschaftsklima bekommen. Es sind Ärzte, Führungskräfte, Diplom-Ingenieure, Unternehmer, Fachexperten, hoch erfahrene und sehr geschätzte Handwerker, Lehrkräfte, die in unseren Schulen alle Kinder unterrichten, und viele andere. All diese Menschen sind mehr als Beweis für gut gelungene Integration und nicht nur das, sondern auch ein Beispiel wie man sich für gute Integration einsetzt, weil viele dieser erfolgreichen Menschen sogar ihre Freizeit nutzen, um als Integrationsbotschafter und ehrenamtliche Helfer in unseren Gemeinden zu dienen.

Wir sollten mehr miteinander reden als übereinander. Wir sollten den Opportunismus bei Seite lassen und uns auf echte Lösungsansätze für die Integration konzentrieren.

In diesem Sinne Herr Landeshauptmann Schützenhofer wie man in Bosnien so schön sagt BUJRUM (herzlichst Willkommen)!

Vernetzungstreffen

Liebe Vereinsmitglieder, Geschwister und Freunde!

Am Montag, 26.09.2016, wurde im Islamsichen Kulturzentrum Graz ein Vernetzungstreffen mit den Stadtinstitutionen sowie unabhängigen Organisationen veranstaltet. Bei diesem Vernetzungstreffen wurde das Projekt I-Connect vorgestellt, bei welchem das Islamische Kulturzentrum Graz mit 2 Koordinatorinnen ebenfalls mitwirkt (Emina Dautovic und Maisa Pargan).

 

I-Connect ist ein Projekt welches sich zum Ziel genommen hat, die Koordination zwischen Migrantenvereinen und verschiedenen Organisationen, im Bereich Bildung, zu ermöglichen. Als Brücke zwischen Bildung und den Migranten versucht dieses Projekt einerseits den Migranten eine Weiterbildung zu ermöglichen und andererseits das Interesse bei den Migranten zum Thema Bildung zu wecken.

 

Die Veranstaltung wurde mit einigen Begrüßungsworten im Namen des Islamischen Kulturzentrums Graz, von Herrn Aldin Bektas, eröffnet. Folgende Personen waren anwesend:

 

Organisatorin Frau Peinhaupt – Verein NOWA

Suborganisatorin Dr. Stoppacher – Verein IFA

Suborganisatorin Frau Taberhofer – Verein GEFAS

 

Teilnehmer:

 

Mag. Roswitha Müller – Leitung Integrationsreferat

Anna Thaller – Direktorin Bildungshaus Schloss St. Martin

Dr. med. Werner Sauseng – Stadt-Graz Ärztliche Leitung

Dr. Michaela Haller – Volkshochschule, Verein ISOP, Verein MAFALDA, Bildungsnetzwerk Steiermark

Frau Mag. Kozak – Jugend am Werk

Frau Fink – Katholisches Bildungswerk

Frau Vogrin – Sozialministeriumservice

sowie Koordinatoren für die Bildung in verschiedenen Migrantenvereinen (türkisch, iranisch, afrikanisch, arabisch)

 

Erfreulicherweise wurde am Ende des Seminars eine weitere Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen vereinbart.

Pocetak mektebska godina 2016/2017

Draga djeco, dragi roditelji!

Esselamu alejkum!

 

Na početku nove školske godine upućujemo hajir –dovu Uzvišenom Allahu, dž.š., da vam podari dobro zdravlje, strpljivost, izdržljivost i bereket, da zajedno ostvarite odlične rezultate na polju odgoja i obrazovanja.

U isto vrijeme želimo vas podsjetiti na vjerom i našom tradicijom utvrđenu obavezu, da se kao roditelji potrudite da vaša djeca pohađaju mekteb i stiču praktično znanje u vjeri i odgajaju se u islamskom duhu.

 

Naš voljeni Poslanik a.s., kaže:

„Odgajajte svoju djecu u znaku tri svojstva: da vole vašeg Poslanika, a.s., da vole njegovu porodicu i da vole učiti Kur’an!“ (Ed-Dejlemi)

Poslanik a.s. još savjetuje:

„Ništa vrednije roditelj ne može u naslijeđe ostaviti svome djetetu od lijepog odgoja (u duhu islama).“ (Tirmizi)

Ma koliko roditeljska obaveza u pogledu islamskog odgojno-obrazovnog djelovanja bila naglašena, u praksi ona nikada nije mogla biti i cjelovito ostvarena zbog obimnosti, složenosti i uvjetovanosti društvenim okolnostima. Porodični ambijent jeste najvažniji, ali nije jedini koji presudno utječe na formiranje islamske ličnosti. Porodica nema sve one kompetencije i potencijale koji su potrebni da bi se djetetu pružio adekvatan nivo islamskih odgojno- obrazovnih sadržaja.

Naša djeca u mektebu se uče i odgajaju.

U mektebu će djeca učiti kako započinju svaki dobar posao, i da samo dobre poslove treba započinjati, uče da trebaju poštovati roditelje i starije, komšije i rodbinu, kolege i prijatelje. Mekteb će djeci pružiti i znanje kako se obući lijepo a i po propisu, te mnoge druge korisne životne upute.

Mekteb je mjesto gdje učimo o ljepotama i vrijednostima naše vjere, tradiciji i kulturi. Vjera nas uči kako da živimo na ovome svijetu šireći pozitivne vrijednosti i želeći svima ono što želimo sebi. Kroz mekteb se učimo lijepom islamskom ponašanju (ahlaku), a posebno o prijateljstvu, pomaganju drugima, ophođenju prema roditeljima, rodbini, prijateljima, komšijama i okolini. U mektebu učimo kako se zahvaljujemo našem Stvoritelju, koje su naše dužnosti prema Njemu te kako postići sreću na dunjaluku i ahiretu.

Dragi roditelji, posebno nam je zadovoljstvo  obavijestiti Vas da mektebska nastava pocinje u ponedjeljak, 26.09.2016. Radujemo se dolasku Vaših malisana  i Vasoj podršci.

Radujemo se što ćemo kroz mekteb zajednički sarađivati i unaprjeđivati naše vjersko obrazovanje i odgoj.

Unaprijed vam se zahvaljujemo na saradnji, te brizi i podršci koju, kroz mekteb, dajete svojoj djecici.

Za detaljne informacije: Lejla Alickovic, lejla_alickovic@yahoo.com

Srdačno i sa selamom,

Vaš mektebsko-muallimski tim.

Besuche vor Schulschluss 2016

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Liebe Vereinsmitglieder, Geschwister und Freunde!
 
Kurz vor Abschluss des letzten Schuljahres kam es bei uns im Islamischen Kulturzentrum Graz noch zu einigen Besuchen, welche wir euch nicht vorenthalten möchten.
 
So fand der Bachelorstudiengang „Soziale Arbeit“ von der FH Joanneum am 13 Juni 2016 den Weg zu uns. Für die rund 20 Studenten begann der Besuch mit einer Führung und ging dann in eine Fragerunde über. Das größte Interesse hierbei lag bei der sozialen Arbeit in unserem Verein.
Am 20 Juni 2016 besuchte uns eine 30-köpfige Schülergruppe aus der VS Hirtengasse. Dieser Gruppe wurde eine altersgerechte Führung angeboten. Nach der Führung wurde Ihnen unser provisorischer Baucontainer gezeigt, damit sie sich ein Bild von einem, von innen fertigen, Gebetsbereich machen konnten. 
Erfreulicherweise kam es am 24. Juni 2016 zu einem Besuch einer Schule außerhalb von Graz. Es war eine Gruppe der Neuen Musikmittelschule Großklein. Die 15 Schüler zeigten großes Interesse an unserem Projekt. Nach der Führung, gab es für diese Gruppe die Möglichkeit unsere zu diesem Zeitpunkt erst 1-tägige Ausstellung zu begutachten. In weiterer Folge gab es für die Schüler eine Koranrezitation, um Ihnen als Musikschüler auch die melodische Seite des Islams zu präsentieren.
Am 28. Juni 2016 bemühte sich einmal mehr unser Architekt Herr DI Gerhard Springer eine Gruppe in das Islamische Kulturzentrum Graz einzuladen. Er selbst war es auch der den 20 Schülern der Abendklasse-Ortwein das Projekt präsentierte. Bei diesem Besuch lag der Fokus größtenteils an der Architektur des Bauwerkes und deren Besonderheiten des Kulturzentrums.
Zu einem Doppelbesuch kam es am 30. Juni 2016. Den Anfang machte die knapp 30-köpfige Schülergruppe muslimischer Kinder aus der VS Triester. Herr Ibrahim Cikaric ermöglichte hier als Religionslehrer den Besuch bei uns. Nach der altersgerechten Führung kam es zu einer kurzen Fragerunde sowie gab es in weiterer Folge für die Schüler die Möglichkeit unsere Koranausstellung zu bestaunen. Zum Abschluss kam es zu einer kurzen gemeinsamen Koranrezitation sowie einem Gebet.
Den Abschluss des Doppelbesuches am 30 Juni 2016 bzw. des Schuljahres machte die Gruppe, bestehend aus etwa 25 Schülern, aus dem Seebacher Gymnasium. Der Besuch startete auf unserem Baugrund mit einer Einführung gefolgt mit der Vorstellung unseres Vereins. In weiterer Folge begann die Führung auf unserem Baugrund bzw. die genaue Beschreibung und Vorstellung unseres Projektes, dem Islamischen Kulturzentrum Graz. Zum Ausklang wurde der Gruppe noch unsere Koranausstellung gezeigt.
Wir stehen nach Terminvereinbarung, gerne für interkulturelle sowie interreligiöse Begegnungen zur Verfügung, also unbedingt weitersagen, wir freuen uns über jeden Besuch!
Bilder zu unseren Besuchen findet Ihr auf: https://www.flickr.com/photos/islamgraz/albums

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