Finanzierung von außen ist nie Neutral. Die schönsten Moscheen in Europa sind oft die schwierigsten. Die Politiker sind beraten, auf die geistige Haltung zu achten. – Ednan Aslan, Kleine Zeitung, 16.01.2015.

Reaktion von Mahdi Mekic, Obmann, Islamisches Kulturzentrum Graz

Wir bauen eine der schönsten Moscheen und sind entschlossen,
sie auf dem Kurs der positiven geistigen Haltung fortzuführen.

MuslimInnen im Westen und im Osten sind sich bewusst, dass die Entfremdung (von MuslimInnen) in den Gesellschaften, wo sie als Minderheiten leben, zur Radikalisierung führt. Sie sind sich ebenso bewusst, dass es viel mehr Dialog und gegenseitiger Akzeptanz zwischen den verschieden Kulturkreisen geben muss. Sie sind sich bewusst, dass die MuslimInnen sich hier in Europa angenommen und wertgeschätzt fühlen müssen und, dass die MuslimInnen in die Lage sein müssen, auf gleicher Augenhöhe mit ihren NachbarInnen und MitbürgerInnen sprechen zu können. Sie wissen außerdem auch, dass sie dafür ein starkes Selbstbewusstsein brauchen, dass sie selbstkritisch sein und handeln müssen und, dass sie sich mit den Problemen und Herausforderungen der muslimischen Community – wie Integration, Radikalisierung und Bildung – auseinandersetzen müssen.

Es mögen nicht alle MuslimInnen dies so kristallklar sehen, aber wir im Islamischen Kulturzentrum Graz, die die erste Grazer Moschee bauen, gehören zu denjenigen, die das verstehen und die an diese Themen mit konkreten Maßnahmen herangehen – als Schwerpunkt unserer gesamten Existenz und Engagements des tagtäglichen Lebens.

Wir sind immer auf der Suche nach PartnerInnen die an diese Idee glauben, die uns in unseren Bestrebungen unterstützten möchten, und die es verstehen, dass wir als eine der Hauptvoraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung dieses Vorhabens, eine moderne, offene und große Zentralmoschee brauchen. Diese PartnerInnen gibt es – obwohl manche dies nicht glauben können oder wollen – PartnerInnen, die ihren bedingungslosen Beitrag für diese Idee leisten möchten. Es sind der Glaube an und die Bekennung zu dieser Idee, die für uns wichtig sind.

Jeder der diesen Weltblick hat – gegenseitige Wertschätzung und Respekt, Verurteilung von Gewalt und von Aufdrängung eigene Glaube und Lebensstiles an den anderen, und Einhaltung der Gesetze des Landes in dem man lebt – ist willkommen, uns zu unterstützen und gemeinsam mit uns, dieses Vorhaben zu fördern, unabhängig davon ob er oder sie ein Mitglied unserer Gemeinde, unser/e christliche/r NachbarIn ist, den Cowboyhut trägt und das Mustang-Pferd in Texas ritt, oder sich gerne mit seinem Kamel in der Wüste am Wochenende entspannt.

Es ist die Idee, was bei uns zählt und auf diese Weise werden wir unsere Gemeinde – so Gott es will – weiter vorantreiben.