Die Ehrlichkeit und Ramadan
Lob sei Dem, der uns diesen gesegneten Monat erreichen lassen hat! Allahs Frieden und
Segen seien auf dem Propheten, seiner Familie und seinen Gefährten.
Es ist authentisch vom Prophet s.a.s. überliefert, dass er gesagt hat:

„Zu euch ist der Monat Ramadan gekommen, ein gesegneter Monat. Allah hat euch das Fasten (diesen Monat) auferlegt.
In ihm werden die Tore des Paradieses geöffnet und die Tore der Hölle geschlossen; und die Teufel
werden angekettet. Allah hat in ihm eine Nacht, die besser ist als tausend Monate, wem das Gute
von ihr verwehrt wird, der wurde (wirklich) verwehrt.“

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und
Friede auf ihm, sagte:

„Allah sagte: „Jede (gute) Tat, die der Sohn Adams begeht, ist für ihn selbst
(vorteilhaft). Nur das Fasten begeht er Meinetwegen und die Belohnung dafür wird nach Meinem
Ermessen gemacht.“ Das Fasten ist (für den Menschen) ein Schutz so soll der Mensch während
seines Fastentages weder Schändlichkeit noch trubelhaftes Treiben begehen und wenn jemand
ihn zum Zweikampf auffordert oder beschimpft, soll er ihm sagen: „Ich bin ein fastender Mensch.“
Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand das Leben des Muhammad ist, dass der Geruch aus dem
Mund eines Fastenden bei Allah besser ist als der von Moschus. Dem Fastenden stehen zwei
Freuden bevor: Wenn er sein Fasten bricht, ist er voller Freude und wenn er seinem Herrn (am
Tage des Jüngsten Gerichts) begegnet, freut er sich über das von ihm geleistete Fasten!“
[Sahih Al-Bucharyy Nr. 1904]

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und
Friede auf ihm, sagte:

„Wer das falsche Wort* und dessen tatkräftige Durchsetzung nicht unterläßt,
von dem verlangt Allah nicht, dass er auf sein Essen und Trinken verzichtet.“ (*Das falsche Wort
umfaßt sowohl das Wort als auch die Handlung wie das falsche Zeugnis, die Heuchelei, die
falsche Beschuldigung an Menschen und die üble Nachrede) [Sahih Al-Bucharyy Nr. 1903]
119. Allah wird sprechen: «Das ist ein Tag, an dem den Wahrhaftigen ihre Wahrhaftigkeit frommen
soll. Für sie sind Gärten, durch die Ströme fließen; darin sollen sie weilen ewig und immerdar. Allah
hat an ihnen Wohlgefallen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm; das ist die große Glückseligkeit.»
120. Allahs ist das Königreich der Himmel und der Erde und was zwischen ihnen ist; und Er hat die
Macht über all Dinge. (5. Der Tisch (Al-Máedah)
„Seid stets ehrlich, denn Ehrlichkeit führt zur Rechtschaffenheit, und Rechtschaffenheit führt ins
Paradies. Wenn ein Mensch immer ehrlich ist und nach Ehrlichkeit strebt, gilt er bei Gott als ein
ehrlicher Mensch. Lügt nicht, denn die Lüge führt zur Sündhaftigkeit, und Sündhaftigkeit führt in die
Hölle. Wer darauf besteht, zu lügen und zu betrügen, gilt bei Gott als ein Lügner.“ (Bukhari, Adab,
69; Muslim, Birr, 105; Abu Dawud, Adab, 80)
Sieh zu, dass du ein ehrlicher Mensch wirst, denn damit sorgst du dafür, dass es einen Schurken
weniger auf der Welt gibt. (Thomas Carlyle)
Wer spät im Leben sich verstellen lernt, der hat den Schein der Ehrlichkeit voraus. (J. W. v. Goethe)

In allen Religionen und Kulturen ist die Ehrlichkeit groß geschrieben. Jeder Mensch
respektiert und schätzt ehrliche Menschen. Die Ehrlichen sind überall geschätzt und respektiert.
Stellen wir uns vor, wie wäre es möglich mit jemandem Beziehung egal welcher Art zu schließen
bzw. zu pflegen, ohne Ehrlichkeit. So ist es auch mit dem Gott. Erhabene Allah verlangt von uns
die Ehrlichkeit in jeder Hinsicht. Ohne Ehrlichkeit (gute Absicht niyyah) wird keine ‚Ibadah
(gottesdienstliche Handlung) akzeptiert.

Das Fasten hat viele Dimensionen, die Dimension der Ehrlichkeit ist im Ramadan groß
geschrieben. Der heurige Ramadan kommt fast parallel mit einer Sensation, die fast die ganze Welt
animiert, in dieser Hinsicht aktiv daran auf verschiedene Art und Weise teilzunehmen. Die EM
2016 konkurriert dem Ramadan in vielen Hinsichten. Viele Muslime werden schwer das
Taraweehgebet regelmäßig verrichten, weil vielleicht ein Fußballspiel viel interessanter wird. Mit
der Ehrlichkeit werden sehr viele in Konfrontation kommen, weil man zwischen die Wahl gestellt
wird Taraweehgebet oder Fußballspiel. Da haben wir die Möglichkeit zu wählen, mit welcher
Mannschaft wir am Jüngsten Tag auferstehen möchten. Die Mannschaft der Fastenden und
Bettenden oder Spiellenden. Sport ist im Islam nicht verboten, oder unerwünscht Fußballspiel zu
schauen, aber nun im Bezug auf die Frage was ist einem Mu’men Gläubigen wichtiger, da ist die
Antwort klar. Möge lieber Allah uns Kraft schenken Seine Diener zu sein, mit den Er (t) in jeder
Hinsicht zufrieden ist.

„Und beeilt euch um Vergebung von eurem Herrn und (um) einen (Paradies)garten, dessen Breite
(wie) die Himmel und die Erde ist. Er ist für die Gottesfürchtigen bereitet, die in Freude und Leid
ausgeben und ihren Grimm zurückhalten und den Menschen verzeihen. Und Allah liebt die Gutes
Tuenden und diejenigen, die, wenn sie eine Abscheulichkeit begangen oder sich selbst Unrecht
zugefügt haben, Allahs gedenken und dann für ihre Sünden um Vergebung bitten – und wer sollte
die Sünden vergeben außer Allah? – und (die) nicht auf dem beharren, was sie getan haben, wo
sie doch wissen. Der Lohn jener ist Vergebung von ihrem Herrn und Gärten, durcheilt von Bächen,
ewig darin zu bleiben. Und wie trefflich ist der Lohn derjenigen, die (gut) handeln! „ (Al Imran
133-136)

10. Juni 2016 / 5. Ramadan 1437 n.H. / Adem ef. Hasanovic / Islamisches Kulturzentrum Graz